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Heimat- und Geschichtsverein Heusenstamm -
Geschichte ereignet sich in Geschichten.


Diese Geschichten für Sie aufzuspüren, zu erzählen und für nachfolgende Generation lebendig zu halten, ist Anliegen des Heimat- und Geschichtsvereins Heusenstamm.

Dazu gehören spannende Lesungen und Vorträge, individuelle Führungen und Konzerten, aber auch die Pflege des heimatlichen Landschaftsbildes. Kurzum alles, was Heusenstamm zu einer ganz besonderen Heimat für Sie und uns macht, wollen wir fördern, bewahren und erforschen.

Wollen Sie mehr über die Geschichte Heusenstamms erfahren oder haben selbst Spannendes beizutragen? Werden Sie Mitglied bei uns oder besuchen Sie eine unserer Veranstaltungen oder Ausstellungen !

Und wenn Sie unseren gemeinnützigen Verein mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie sicher sein, in Bildung und Kultur investiert zu haben.

Aktuelles

Vorschau Museumsöffnung

So., 5. Dez.

So., 6. Feb.

jeweils 14:00 - 17:00

Nachruf Dr. Friedhelm Koch

Am 15.11. verstarb nach langer, schwerer Krankheit unser Schriftführer Dr. Friedhelm Koch. Für viele Jahre hat er die Arbeit im Vereinsvorstand mit seiner fleißigen und freundlichen Wesensart und mit seiner fachlichen Kompetenz sehr bereichert. Dieser herbe Verlust macht uns traurig. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Grenzstein des Deutschherrenwaldes

Dieser Grenzstein lag jahrzehntelang in einem Pflanzgarten des Offenbacher Forstes. Auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins Heusenstamm und der „Freunde Sprendlingens“ wurde er im November 2021 hier, an seinem ursprünglichen Standplatz, wieder aufgestellt. Es handelt sich um einen Stein, der die Grenze des Deutschherrenwaldes gegen die Heusenstammer Feldflur abgrenzte. Man erkennt auf der Seite die Zahl 32 und auf der Vorderseite das Deutschherrenkreuz, die Jahreszahl 1730 sowie darüber „C F“.

C F steht für Commende Frankfurt, die Frankfurter Niederlassung dieses Ritterordens in Sachsenhausen. Sie erwarb den Wildhofer Wald 1343 und legte vom Hainbach gespeiste Fischteiche an. Der Deutschherrenwald wurde 1809 säkularisiert und dem Fürstentum Isenburg zugeordnet. Dieses wurde 1816 zusammen mit dem Wildhofgebiet dem Großherzogtum Hessen zugesprochen. Erstaunlicherweise gelangte es nach der Absetzung des Großherzogs im Revolutionsjahr 1918 in das Privateigentum der großherzoglichen Familie.

Der Wildhofwald war eine eigenständige Gemarkung, die 1954 aufgelöst und in die Heusenstammer Gemarkung integriert wurde. 1964 kaufte die Stadt Offenbach von der Hessischen Hausstiftung das Wildhofgebiet für 30 Millionen DM und erhob Ansprüche, es in das eigene Gemarkungsgebiet einzuverleiben. Es kam dann zu einem Kompromiss mit einer Grenzziehung, die kaum etwas mit den historischen Grenzen gemeinsam hatte.

Dieser Stein markiert somit keine aktuelle Grenze. Aber wie konnte man den ursprünglichen Standort wiederfinden? An der Gemarkungsgrenze in der Nähe des Zeisigwegs steht ein Grenzstein mit der Nummer 19 und am Ende der Dietrich-Bonhoeffer-Straße ein Stein mit der Nummer 46. Im Staatsarchiv Darmstadt wird eine Karte des Wildhofgebiets aufbewahrt, in der die Grenzpunkte sorgfältig eingezeichnet sind. Durch einfaches Abzählen kann man die Lage des Grenzpunktes 32 feststellen. Durch den Vergleich mit einer aktuellen Karte konnte somit der ursprüngliche Standort des Steines festgestellt werden. Die Vereine danken der Steinmetzfirma Burkard aus Dreieich für den Transport und die Neusetzung dieses historischen Grenzsteins.


Literatur:

Wilhelm Ott, Grenzen und Grenzsteine der Heusenstammer Gemarkung, Heimat- und Geschichtsverein Heusenstamm, 2018

Babbelcafé "Heusenstammer Glasschleifer"

Am Sonntag, dem 7.11., fand im Rahmen unserer Museumsöffung ein Babbelcafé zum Thema "Heusenstammer Glasschleifer" statt. Für alle Interessierten hier der Artikel der Offenbach-Post vom 10.11.21 zu dieser Veranstaltung:

Heusenstamm – Nur rund vier Jahre lang blieben die Brüder Kiewe in Heusenstamm, dann wurde es ihnen vermutlich zu gefährlich. Doch sie haben Spuren hinterlassen, die noch lange nachwirken sollten. Um die Glasschleiferei in der Schlossstadt drehte sich das jüngste Babbel-Café, zu dem der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) eingeladen hatte.

Es waren Zeitzeugen und Interessierte, die den Weg ins Haus der Stadtgeschichte gefunden hatten. Einer der Gäste, Carl Heinz Hartmann, konnte sogar Besonderes dazu erzählen. Denn er wurde in England geboren, genauer im walisischen Cardiff. Und „schuld“ daran waren jene Brüder Kiewe.

1928 haben die Brüder an der Eisenbahnstraße in Heusenstamm die „Süddeutsche Glasfabrik“ eröffnet. Wertvolles Kristallglas wurde dort hergestellt. Viele der Arbeiter hatten die Unternehmer in Schlesien angeworben, wusste Gernot Richter vom HGV zu berichten. Aber auch Heusenstammer fanden dort Anstellung.

1932 aber müssen die Kiewe-Brüder wohl erkannt haben, dass Menschen jüdischer Herkunft im zunehmend nationalsozialistischen Deutschland keine gute Zukunft haben würden. Also entschlossen sie sich, nach England auszuwandern. Einige ihrer Arbeiter nahmen sie mit zum Aufbau ihrer neuen Fabrik in Watford, das im Nordwesten Londons liegt. Zu diesen zählte Kurt Hartmann, der während seiner Wanderschaft in die Schlossstadt gekommen und dortgeblieben war.

Kurt Hartmann lernte während seiner Zeit in England eine Waliserin kennen und heiratete sie. Carl Heinz Hartmann ist ihr Sohn. Die kleine Familie kehrte durch den Zweiten Weltkrieg zurück nach Heusenstamm. Etwa zwei Jahre nach dem Krieg eröffnete Kurt Hartmann seine eigene Glasschleiferei an der Borngasse. „Hartmann und Raumacker“ hieß die Kristallglas-Raffinerie, die noch lange bestand.

Über die Firma der Brüder Kiewe konnte auch Alice Staab berichten. Ihre Schwiegermutter Josefine Staab, Ehefrau von Johann Staab, der Präsident der Oberpostdirektion Frankfurt, hatte bei Kiewe im Büro gearbeitet. So sei ihre Schwiegermutter ortsbekannt gewesen für ihre Gutmütigkeit, berichtete sie. Wenn sich ein Arbeiter an einem Werkstück verschliffen hatte, strich man ihm den Monatslohn. Josefine Staab kaufte den Pechvögeln dann die Stücke ab, damit sie Geld zum Leben hatten.

„Glatzer Rose“ hieß im Volksmund das Haus Schlossstraße 47. Der Vater von Arno Grieger, August Grieger, hatte die Worte einst auf die Hauswand schreiben lassen, als diese neu verputzt werden musste. Die „Glatzer Rose“, eigentlich ein Ranunkelgewächs mit dem offiziellen Namen Trollblume, zierte viele Teller, Vasen und andere Gefäße aus Kristallglas. In der schlesischen Grafschaft Glatz kommt die buttergelbe Blume sehr oft vor, ist dort zum Symbol geworden. „Es ist eine Rose ohne Dornen“, betonte Arno Grieger. Die Blüte zählte zu den Mustervorlagen.

Auf Initiative der „Grieger-Buben“ hatten die Mitarbeiter die Süddeutsche Glasfabrik nach dem Weggang der Kiewes kurzerhand übernommen. Von England aus hatten diese Insolvenz für den Betrieb angemeldet. Bis in die 1960er Jahre wurde in dem Betrieb noch gearbeitet, nach dem Krieg zunächst an der Schlossstraße, später an der Frankfurter Straße. Unter anderem hatte man Aufträge der Firma Rosenthal. Auch den Auftrag, ein Gläser-Set für den damaligen Schah von Persien – Schnaps-, Sherry-, Wasser-, Weiß- und Rotweingläser.

Die Belegschaft seien zum großen Teil sehr junge Männer gewesen, berichtete Arno Grieger den Zuhörern im Haus der Stadtgeschichte noch. Viele von ihnen seien auch in den Heusenstammer Vereinen aktiv gewesen, beim Gesangverein Konkordia etwa, bei den Turnern und dem heutigen Blasorchester. Und es habe in der Glasschleiferei eine stark gewerkschaftlich orientierte Gruppe gegeben.

Von einer größeren Ladung Cola-Flaschen werde immer wieder mal in diesen Zusammenhängen erzählt, erinnerte HGV-Vorsitzender Roland Krebs. Dies konnte Carl Heinz Hartmann aufklären: „Nach dem Krieg haben die Amerikaner diese Flaschen gebracht. Sie wurden abgeschliffen und Gläser daraus hergestellt.“

„Unterbrochen“ wurde das Babbel-Café vom Jazz-Ensemble der Stadtkapelle, das im Freien ein kleines Konzert gab. Bei „Down By The Riverside“ oder „All Of Me“ genossen nicht nur die Zuhörer die Darbietungen. „Das war unser erster Auftritt seit mehr als eineinhalb Jahren“, freute sich auch Ralf Zenker vom Vorstand des Heusenstammer Vereins.




Termine

Nächste Öffnung:

Sonntag, 5. Dezember, 14:00 - 17:00

Arbeitsgruppen

In Bildung und Kultur investieren.

Jetzt den Heimat- und Geschichtsverein unterstützen!

Für nur 12€ im Jahr können auch Sie die Arbeit des Vereins unterstützen - oder einfach selbst mit anpacken. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, ob aktiv oder passiv.

Ausstellung

Vom Dorf zur Kleinresidenz - Heusenstamms Geschichte und weitere Ausstellungen erwarten Sie in unserem Museum.

Führungen

Nicht nur innerhalb unserer Museumswände erwarten Sie spannende Themen rund um die Schlossstadt.

Vorträge

Geschichte will erzählt werden. Es lohnt sich, den spannenden Vorträgen unserer Mitglieder zu lauschen.

Der Vorstand

Dr. Roland Krebs

Erster Vorsitzender

Peter Jakoby

Zweiter Vorsitzender

Dr. Friedhelm Koch

Schriftführer

Gertrude Sietzy

Schatzmeisterin

Irene Wilhelm

Beisitzerin

Michael Feiler

Beisitzer

Halil Öztas

Bürgermeister

Uwe Michael Hajdu

Magistratsvertreter
Due sorores Gerlindis et Medehildis de Husenstam ...

Erste namentliche Erwähnung zweier Bürgerinnen Heusenstamms 1223

Öffnungszeiten

  • jeden 1. Sonntag im Monat (ausgenommen Feiertage)
  • 14:00 bis 17:00 Uhr
  • ... und jederzeit nach Vereinbarung

Museum

  • Eckgasse 5
    63150 Heusenstamm
  • 2€ für Erwachsene
    Kinder frei

Verein

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